Bundeskriminalamt veröffentlicht das Bundeslagebild zu Sexualdelikten gegen Kinder und Jugendliche
Wie zu erwarten war ist die Anzahl der polizeilich registrierten Straftaten des sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen nahezu konstant geblieben. Mit 16.354 Fällen bei Kindern sowie 1.191 Fällen bei Jugendlichen sind die Zahlen nach wie vor über dem Fünf-Jahres-Durchschnitt.
Einen neuen Höchstwert nehmen Fälle von Herstellung, Verbreitung, Erwerb und Besitz jugendpornografischer Inhalte ein.
Die Pressemeldung finden sie hier
Die Infografik stammt vom Bundeskriminalamt und wurde am 21.08.2025 eingestellt. Bezug genommen wird hierbei auf das Jahr 2024.
Erschreckend ist hierbei nach wie vor der Anstieg um ca. 25.000 gemeldete Verdachtsfälle von 180.287 auf 205.728 Fälle. Aber nicht alle dieser Fälle sind letztlich auch strafrechtlich relevant.
Warum ist das so - die strafrechtliche Einschätzung muss durch das jeweilig zuständige Land, also Deutschland erfolgen. Die jeweilige Gesetzeslage ist nicht in allen Ländern gleich. Deshalb kann es trotz mehr gemeldeter Fälle auch tatsächlich zu einem Rückgang kommen. Schaut man sich allerdings die Grafik an, so ist ein leichter Anstieg gegenüber 2022 und 2023 zu verzeichnen.
Aufmerksam bleiben
Wir können die Zahlen nicht schönreden. Betroffen sind alle Gesellschaftschichten, Berufe, Vereine, Gemeinschaften usw.
Niemand kann sich hier ausnehmen und sagen, dass kann bei uns nicht vorkommen. Umso mehr gilt, dass wir informiert sind, mögliche Schutzmaßnahmen ergreifen und unsere Kinder dem Alter entsprechend sensibilisieren ohne dies zu übertreiben.
Die weltweite Vernetzung, das Internet mit all seinen Möglichkeiten, aber auch die verschiedensten Messengerdienste erleichtern den Tätern hier den Austausch und den Zugang.
Baden-Württemberg ist mit 1.719 Fällen des sexuellen Missbrauch im Jahr 2024 nach Bayern und dem Spitzenreiter Nordrhein-Westfalen auf Platz 3 der Häufigkeitsstatistik.
Sie haben Fragen - wenden sie sich gerne an unseren Präventionsbeauftragten oder schicken sie eine E-Mail an: Praevention.SE-AETO(at)gmx.de


